Der Garten
Hier verwirklichen wir unter anderem unsere Ideen von einem zumindest anteilig subsistenten Leben. Die Höhenlage ist eine Herausforderung. Wir experimentieren, verschieben Grenzen, werden in Grenzen verwiesen. Wir sind offen für Anregungen, lernen ununterbrochen und geben unsere Erfahrungen gerne weiter. „Können wir auf unterster Ebene der Agroindustrie Paroli bieten? Mit dem Klimawandel (über)leben? Maßhalten mit unseren Kräften?. Mit Schnecken, Kartoffelkäfern, Läusen ... teilen?“ Die Themen für Garten-Gespräche sind vielfältig.
Gartenbau und Lebensmittelproduktion heißt für uns:
- Bodenpflege durch Flächenkompostierung (Mulchen), Gründüngung, Mischkulturen, Einsatz von Brennnessel-, Beinwell-, Schachtelhalmjauche
- Kein Kunstdünger, keine tierischen Abfälle wie Mist oder Jauche.
- Keine Pflanzenschutzmittel, Pestizide, Hormone, Wuchsstoffe
- Keine gentechnisch veränderten Organismen und/oder Substanzen
- Wenn möglich biologisches Saatgut bzw. Setzlinge
- Bevorzugter Einsatz alter, vom Aussterben bedrohter Obst- und Gemüsesorten (Pro spezie rara, Demeter- und Bioland-Saatgut der Bingenheimer Saatgut AG.)
- Gartenarbeit ist Handarbeit – kein Einsatz von Maschinen mit Elektro- oder Verbrennungsmotor. Selbst die Liegewiese wird gehörschonend mit dem Spindelrasenmäher handgemäht.
- Ansiedlung von Nützlingen durch Bereitstellung von Insektenkästen für Wildbienen, Florfliegen, Schlupfwespen ... Tonbehälter für Ohrwürmer, Nistkästen und Vogelschutzhecken, Vogeltränke, Steinmauern für Eidechsen und Blindschleichen, Altholzlager für Igel....
- Produktion für den direkten Verbrauch in unsere Küche bzw. (Solardörrer, Einlegen, Einfrieren, Einkochen, Lagerung in unserem Erdkeller).
- Keine Verwendung von Nachreife-, Schutz- oder Lagermittel
- Von der Gartengestaltung, über die Aussaat, Pflege bis zur Ernte liegt alles in einer Hand. Der Transport entfällt. Unsere Gartenproduktion nimmt den kurzen Weg zu unserem Frühstücks- und Abendbuffet.
Blick zum Wintergarten © C.Leppert
