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Fortsetzung
An der lebhaften Diskussion über unheimliche Begegnungen mit Gämsen, Wildschweinen oder gar dem Belchengeist hatten sich am Abend zuvor am Kachelofen in der gemütlichen Stube auch jene Gäste beteiligt, die jetzt noch friedlich schlafend das Basislager bewachen.
Nun ist es soweit: die ersten Sonnenstrahlen haben die Alpenriesen erfasst. Sie scheinen zum Greifen nah. Da sind Mont Blanc, Blümlisalp, Eiger, Mönch und Jungfrau, Titlis, Säntis. Die schnee- und eisbedeckten Viertausender strahlen im roten Licht der aufgehenden Sonne. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Jetzt sind auch die Gipfel und Täler des Oberen Wiesentals ins fotogene Licht gerückt. Eine himmlische Landschaft.
Im Haus Sonne ist inzwischen auch für die Ausschläfer die Sonne aufgegangen. Als die „Abenteurer“ hungrig vom Gipfel zurückkehren, ist das Frühstück bereits in vollem Gang. Haus Sonne, die vegetarische Pension am Belchen im Süd-
schwarzwald ist nicht nur für „Abenteurer“ ein Geheimtipp. Tolles vegetarisches Essen – alles aus biologischem Anbau, im Holzofen selbst gebackenes Brot und Brötchen, die gemütliche Atmosphäre in dem von einer modernen Holzzentralheizung und einem Kachelofen gewärmten Haus, die interessante Hausbibliothek, dazu die traumhafte Winterlandschaft, die glitzernden Eiszapfen vor den Fenstern, die abwechslungsreichen Loipen.
Die traumhafte Landschaft am Belchen begeistert nicht nur Wanderer
Seit mehr als 20 Jahren lassen sich Gäste hier auf etwa 1000 Metern Höhe vegetarisch verwöhnen. Damals hatte Christian Leppert nach seinem Geografie- und Germanistik-
Studium auf der Suche nach einem besonders schönen Wohnort Haus Sonne entdeckt. Es war Liebe auf den ersten Blick. 1912 war das Haus von einem Industriellen aus der Pfalz gebaut worden, der hier in der Schwarzwälder Höhenluft sein Asthma kurierte. Mit Eva Wollweber ist dann viel später wieder eine Pfälzerin in das Haus eingezogen. Auch sie war auf Anhieb begeistert, als sie es zum ersten Mal sah. Damals arbeitete sie – nach einem Germanistik-
Studium – noch als Redakteurin.
Ruhe, gute Luft und die bezaubernde Landschaft im Naturschutzgebiet Belchen ziehen auch die Feriengäste in die Idylle etwa 50 Kilometer südöstlich von Freiburg und 50 Kilometer nordöstlich von Basel.
Langläufer können hier direkt vor der Haustür in das weit-
verzweigte Loipennetz einsteigen, das selbst in Ferienzeiten nicht überlaufen ist. Traumhafte Ausblicke in die verschneiten Schwarzwaldtäler, zu den Schweizer Alpen oder
zum Belchen machen aus einer Langlauftour auf der Panoramaspur oder der Toniloipe mehr als nur ein sportliches Erlebnis. Gemütlicher geht´s mit modernen Schneeschuhen, die man sich im Haus leihen kann, oder – noch bequemer –
mit der Gondelbahn zum Belchengipfel, um den traumhaften Fernblick zu genießen. Von September/Oktober bis zum Frühjahr, wenn in der Ebene wochenlang zäher Nebel liegt, scheint hier oben oft die Sonne – die Sicht auf Alpen, Rheinebene
und Schwarzwaldberge ist glasklar.
gute Fernsicht © C.Leppert
Haus Sonne im winterlichen Kleid © C.Leppert
Loipen direkt vor der Haustür © C.Leppert
